In dem äußerst sensiblen Kontext des Winsener Schlossparks galt es, einen Büroneubau möglichst schonend einzufügen. In bewußter Opposition zu plump mitten im Park platzierten Baukörpern wird das Grundbuchamt als Passtück in der äußeren nördlichen Grundstücksecke platziert. Hier führt der winkelförmige Neubau einen sensiblen Dialog am Übergang Altstadt- Parkraum- Schloss: Der Fluss des Parks wird an dieser Stelle behutsam gelenkt, das Gefüge der Umgebung sinnvoll ergänzt.
In dem in konventionellem Mauerwerk errichteten Bau werden die Teams des Amtes jeweils etagenweise untergebracht. Ein zweietagiges Foyer wird durchgesteckt, um den eindeutigen Zugang vom Park wie von der Stadt gleichermassen ablesbar sicherzustellen. Die Stufungen des zwei- dreigeschossigen Hauses wirken gliedernd und greifen den Massstab der Umgebung auf. Ein grosser Sozial-/ Meetingraum im Obergeschoss mit angeschlossener Dachterrasse nutzt das Potential des Standorts . Bei Umstellung der Aktenlage auf digitale Medien werden Teile der obergeschossigen Archive frei- daher sind diese bereits jetzt für spätere Funktionen als zweibündige Büroflächen vorbereitet.