Haus auf der Wiese, Hamburg, 2004

Benedikt Schmitz, Maike Lück in SML Architekten

Das Haus nimmt Elemente der Umgebung auf und übersetzt sie in eine eigene expressive Formensprache. Der Hauptbaukörper wird horizontal durch ein großformatiges Webmuster, vertikal durch Stapelung der Elemente gegliedert. Der Neubau ist als Kamm mit vier autarken Kernen organisiert (Realteilung) – flexible Büroformen von Zellenbüro bis Kombibüro sind selbstverständlich. Die Tiefgarage ist als ultrakompakte Rampengarage mit 5 bis 6 Prozent Neigung konzipiert – es ergibt sich ein Volumengewinn im UG.

Das Material der Fassade – goldrot polyspektral gefärbtes Stahlblech – zitiert Farbigkeit und Format der Ziegel des städtischen Blocks. Im Raster von 1,35m wechseln sich je ein Festverglasungsfeld und schmalere Öffnungsflügel ab. Die Verlagerung der Knotenpunkte ermöglicht eine Konstruktionstiefe von ca. 30 bis 160mm. Passive Nachtauskühlung und Reinigung von innen sind möglich.

Konstruktiv ist der Neubau ist als Stahlbetonskelett mit Flachdecken und Spannweiten von 5,40m und 8,10m aufgebaut, dasStützraster der Parkgeschosse wird dabei aufgenommen.

Der öffentliche Raum wird in das Innere des Gebäudes erweitert: Wir formen ein „Haus auf der Wiese“. Diese „Spielwiese“ dient als Aktionsfläche, Ausstellungsbereich und Empfangszone – die „rückseitige“ Situation der Straße Drehbahn erhält eine attraktive Identifikation. Die Topographie der Wiese vermittelt Niveaus und nutzt die Hofflächen geschickt aus.