Hamburgische Staatsoper - Ticketcenter, Hamburg, 2005

Benedikt Schmitz, Maike Lück in SML Architekten

Die ehemals getrennten Bereiche Abo-Service und Kartenverkauf der Staatsoper werden im Neubau zusammengefasst – dieser Schulterschluss wird sichtbar gemacht: Der Schalterbereich ist in zwei Inseln organisiert, die den Gesamtraum an beiden Seiten umgreifen. Die beiden großzügigen Counterinseln sind über einen angehobenen internen Podestbereich miteinander verbunden. In unmittelbarer Nähe sind Sideboards und Regale angeordnet.

Die komplette Countersituation inklusive interner Treppe und Inforegalen wird als homogene Skulptur inszeniert, die auf der anthrazit (Schiefer und seidenmatter Wandlack) abgesetzten „Bühne“ als heller Körper abgesetzt wird. Einschnitte hierin definieren „Wunden“, die – blutrot abgesetzt – die Schnittstelle zum Kunden bilden (Taschenablage, Garderobe, Prospektregale, Wartesitze).

Der Hauptzugang befindet sich an zentraler Stelle der Halle – Menschen mit Behinderungen können die Halle zusätzlich am Ostende ebenerdig betreten. Ausgehend von den verschiedenen Publikumssituationen können in Stoßzeiten können über 40 Kunden trocken und sicher warten, reguliert über im Boden eingesteckte flexible Absperrbänder.