WBW Spiegel/Ericusspitze, Hamburg, 2007

Benedikt Schmitz, Maike Lück in SML Architekten

Das einzigartige Stadt-Landschafts-Zeichen markiert neben der Elbphilharmonie und dem Science Center mit einer unverwechselbaren und ablesbar anderen Silhouette einen wichtigen Eckpunkt der HafenCity: fünf klassische, schlanke Büroscheiben, in ungewöhnlicher Höhe zusammengehalten über eine gläserne Austausch- und Vernetzungsebene.
Um einerseits der besonderen stadträumlichen Situation gerecht zu werden und um andererseits dem gewissen Freigeist eines Medienhauses in einer baulichen Struktur Ausdruck zu verleihen, wird dieses offene, transparente Ensemble gewählt, das sowohl büro-städtische als auch hafen-landschaftliche Komponenten enthält. Zwischen den beiden Gebäudegruppen wird das öffentliche Sonnendeck ausgebildet, das eine Durchquerung des Geländes in Nord-Süd-Richtung erlaubt.
Die so wichtige Vernetzung innerhalb der Gebäude findet nicht nur in den unteren Geschossen des Ensembles statt, sondern zusätzlich hochgesetzt und gläsern als Brücken in einer zweiten Ebene. Analog zur Sockelebene werden die Brücken gestalterisch von den Hochhäusern abgesetzt.

Das Grundmodul für jede Gebäudeeinheit bildet eine klassische Hochhausscheibe, die alle gängigen Büronutzungen vom Zellen- bis zum Gruppenbüro aufnehmen kann. Ihre einfache Ordnung bietet ein hohes Maß an Flexibilität, der Grundriss erlaubt Ecksituationen, die durch die Orientierung zu mehreren Seiten besondere innenräumliche Qualitäten aufweisen. Die einzelnen Häuser ermöglichen weite Ausblicke für alle Mitarbeiter – das heißt von jedem Arbeitsplatz ist der Blick auf das Wasser und/oder auf die Speicherstadt gegeben. Stockwerksbezogene Sonderflächen wie Teeküchen und Treffpunkte sowie stockwerksübergreifende, dreigeschossige Lufträume als gemeinschaftliche Wintergärten variieren als grüne Kommunikationszonen die sehr stringente Struktur der Scheiben.