HafenCityUniversität, Hamburg, 2006

Benedikt Schmitz, Maike Lück in SML Architekten

Ein exponierter Ort maritimer Prägung, ein programmatisches Konzept für eine neue Universität und ein ehrgeiziges städtebauliches Leitbild für einen neuen Stadtteil verlangen nach einer einmaligen Lösung für die HafenCityUniversität.
In Anlehnung an die Maßstäblichkeit und die Strukturen des Hafens wird die Großform eines Speichers zitiert, in dem die drei Bausteine in einer Einheit zusammengefasst werden, einem einzigen Solitär in Insellage gleich dem Schuppen, der zur Zeit diesen Ort prägt. Dabei werden in vielen Aspekten – von der städtebaulichen Disposition bis zur Materialität der Fassade – maritime und Hafenelemente aufgenommen, transformiert und zitiert.

Der Solitär erhält eine durchgehende und den Baukörper vereinheitlichende Fassade: gleich einer veredelten Spundwand erhält das Gebäude eine Haut aus golden schimmernden Trapezblechen, die durch Einschnitte so weit aufgelöst werden, dass sie als Netz ein überdimensionales Bild von Lichtreflexionen im Wasser zeigen. Tagsüber wird die Netzstruktur der goldenen Spundwand mit ihren außen sichtbaren Einschnitten wahrgenommen – bei Dunkelheit wird schemenhaft das Geschehen im Inneren des Gebäudes sichtbar.